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Interreligiosität



IRAS COTIS - Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz
Jubiläum 10 Jahre: Woche der Religionen, 5.-13. November 2016

Zürcher Institut für interreligiösen Dialog ZIID
(vormals Zürcher Lehrhaus)



Die Sihlcity-Kirche in Zürich wurde 2012 von der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A)
und der überkonfessionellen Plattform für Religionspädagogik und Religionsunterricht
(RPI-Virtuell) in Deutschland in die Liste der kulturellen, religiösen
und interreligiösen Lernorte aufgenommen.



Intentionen und Struktur der Interreligiösen Arbeitsstelle INTR°A e.V. Deutschland

INTRA_Logo.jpgDie Interreligiöse Arbeitstelle (INTR°A) e.V. Deutschland ist ein Zusammenschluss von Theologlnnen, PädagogInnen, Ökonomlnnen und anderen Interessierten, die durch Begegnungen und Publikationen den interreligiösen Dialog fördern wollen. INTR°A hält es für dringend erforderlich, die Offenheit gegenüber anderen Religionen zu verstärken, theologisch zu begründen und zu vertiefen. Zugleich soll der Gedanke von Toleranz und Versöhnung umfassend gefördert werden. Bewahrung, Vertiefung und Förderung der eigenen religiösen Identität und Spiritualilät sind dabei Grundlage eines weiterführenden Dialogs, der danach fragt, was die einzelnen Religionen von der Auslegung und Aktualisierung ihrer heiligen Schriften her zur Versöhnung unterschiedlich Glaubender bereits geleistet haben oder zu leisten imstande und bereit sind. Dabei kann nicht verschwiegen werden, was einzelne Religionen in diesem Bereich versäumt und andere an Weiterführendem schon erbracht haben. Daraus ergeben sich gründlicher zu bedenkende Konsequenzen:
 
Thesen zum interreligiösen Dialog

Dialog kann nur sinnvoll zwischen gleichen Partnern und Partnerinnen geschehen. Absolutheitsansprüche einzelner Religionen (wie auch des Christentums) dürfen sich nur auf dieVerbindlichkeit des eigenen Glaubens beziehen. Das erlaubt kein noch so verdecktes inklusives Denken, das die anderen religiösen Traditionen in irgendeiner Form als minderwertig einstuft. Es erlaubt auch kein inklusives Vereinnahmen (z.B: "anonyme" Christen, Buddhisten, Muslime usw.). 
Das Missionsverständnis besonders im christlichen Glauben) ist im Sinne eines persönlichen Zeugnisses und glaubwürdigen Engagements zu interpretieren, ohne dabei die anderen zur eigenen Glaubensweise bekehren zu wollen. 
Die verschiedenen Religionen drücken nicht endgültige Wahrheit aus. Sie sind sprachliche, rituelle und spirituelle Annäherungen an das Transzendente. Ihre Aussagen sind vorläufig. Sie bedürfen ständiger Überprüfung und aufgrund veränderter Situationen kompetenter Revision.  
Religionen sind eingebunden in vielfältige Kulturen und differierende Denkweisen. Sie sind darum als unterschiedliche Wege zum Heil zu verstehen.  In einer globalisierten Welt kann keine Religion mehr für sich leben, sondern nur in Beziehung mit anderen.
Interreligiöse Begegnung ist darum Herausforderung und Bereicherung zugleich, m.a.W. die anderen religiösen Anschauungen sind notwendig im Sinne der Komplementarität als des ergänzenden Verstehens durch den Anderen.


 
last update: 30.08.2016